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Rezension

Marion Schröppel: Frieda will was erleben ...

96 Seiten, 20 SW-Zeichnungen, 12,5 x 19,5 cm, gebunden
Verlag Oertel + Spörer, 2009 - € 9,95 (D) / sFr. 18,20 (UVP)
ISBN 978-3-88627-454-3


Zum Inhalt:
Lilly freut sich. Endlich darf sie allein ohne den kleinen Bruder mit ihrer Mutter in der Fußgängerzone in Reutlingen zum Shoppen gehen. Aber dort angekommen, treffen die beiden zuerst zwei Freundinnen der Mutter und dann noch Frau Schönbein ...
Lilly ist langweilig, denn die Frauen unterhalten sich ewig lange. Sie holt sich ein Eis und betrachtet versonnen die lustigen Figuren des Reutlinger Zunftbrunnens. Dabei tropft Eis auf die einzige weibliche Brunnenfigur. Lilly versucht, das Eis abzuwischen, und da fängt die Bronzefrau plötzlich an zu reden! Lilly glaubt zu träumen. Sie traut ihren Augen nicht. Die Geschichte der kleinen Frau namens Frieda macht sie sehr neugierig. Denn sie erzählt, dass sie zaubern kann und dass niemand außer Lilly sie sieht und hört.
Frieda aber ist es auf ihrem Brunnen langweilig. Sie will endlich etwas erleben und hüpft in Lillys Filztasche. Der Bummel durch die Stadt wird für Frieda zum Abenteuer und für Lilly zum Alptraum ...
... denn Frieda macht in ihrer Begeisterung lauter Unsinn – und Lilly muss versuchen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Zu allem Übel sieht es so aus, als wäre Lilly an allem schuld. Dabei würde ihr natürlich niemand die verrückte Geschichte mit der unsichtbaren Frieda in ihrer Tasche glauben! Doch der Alptraum ist noch lange nicht zu Ende, denn Frieda will unbedingt mit zu Lilly nach Hause ...

Wieder ein „regionales Kinderbuch“, das Reutlingen als Kulisse hat. Wer es liest, erfährt neben viel Lesespaß so ganz nebenbei etwas über Handwerk und Zünfte und Frauen im späten Mittelalter, über den Baumeister und die Konstruktion des bekannten, 1983 entstandenen Zunftbrunnens.

Mir hat die Lektüre samt den netten Schwarz-Weiß-Zeichnungen Spaß gemacht und ich habe mir dabei überlegt: Warum eigentlich lesen nicht auch Erwachsene gelegentlich ein Kinderbuch? Man kann dabei wunderbar entspannen, denn Handlung und Zahl der Akteure sind überschaubar – nicht so verzwickt und verwickelt wie in vielen Romanen. Und die Lektüre von Kinderbüchern hat noch einen großen Vorteil: Sie stimmt fröhlich!


Zur Autorin:
Marion Schröppel, gelernte Textildesignerin, malt bereits seit ihrer Kindheit und verfasste während ihrer Schulzeit Kurzgeschichten und Gedichte. Sie lebt mit ihrer Familie in Eningen unter der Achalm.


a. d. - red. - 13. November 2009
ID 00000004453


Siehe auch:
http://oertel-spoerer.de




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