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„Harry Potter und der Gefangene von Askaban“

USA 2004

Regie: Alfonso Cuarón
Starttermin:
03. Juni 2004




Sirius Black ist der erste Häftling, dem es je gelungen ist, aus dem berüchtigten Gefängnis Askaban auszubrechen. Der 13jährige Zauberschüler Harry Potter (Daniel Radcliffe) erfährt erst jetzt, dass Black für den Mord an seinen Eltern verantwortlich gemacht wird. Sowohl im Ministerium für Zauberei als auch in Harrys Zauberschule Hogwarts ist man sich sicher, was Black jetzt vor hat: Er will das vollenden, was den Schergen der dunklen Macht vor zwölf Jahren misslungen ist. Er will Harry Potter umbringen. Doch Black ist nicht der einzige mit Mordgelüsten. Je mehr Harry über die Umstände der Ermordung seiner Eltern erfährt, desto stärker wächst in ihm das Verlangen, seine Eltern zu rächen und es mit Black aufzunehmen. Alles steuert auf eine bedrohliche Begegnung zwischen den beiden zu...

Beschreibung: Gary Oldman in "Harry Potter und der Gefangene von Askaban"

Auch diejenigen, die weder die fünf Bücher aus der Potter-Reihe, noch die Verfilmungen der beiden ersten Bände kennen, werden sich in dem Film schnell zurecht finden. Soviel sei erklärt: Harry Potter ist ein besonderer Junge. Kurz nach seiner Geburt gab es einen Kampf zwischen guten und bösen Zauberern. Der Fürst der bösen Zauberer, dessen Name nicht genannt werden darf, veranlasste die Tötung der Potter-Familie. Nur bei dem Säugling Harry funktionierte das nicht, weil die grenzenlose Liebe seiner Mutter ihn für die böse Macht unangreifbar machte. Mehr noch, die finsteren Zauberer verloren seitdem an Kraft und Einfluss und versuchten bislang vergeblich, wieder zu Macht zu gelangen. Harry dagegen wuchs zu einem gesunden Teenager heran, nur die blitzförmige Narbe auf seiner Stirn erinnert heute noch an den Unglückstag.

Harry geht nun das dritte Jahr auf die Schule in Hogwarts. Das Schulpensum hat sich merklich erhöht. Doch vieles ist beim Alten beblieben. Ron Weasley (Rupert Grint) und Hermine Granger (Emma Watson) sind immer noch seine besten Freunde. Professor Snape und Harry hegen eine immer tiefere Abneigung gegeneinander. Auch an seiner Feindschaft mit Mitschüler Draco Malfoy (Tom Felton) hat sich nichts geändert. Aber es gibt auch Neues.




Die wichtigsten Neuzugänge

Professor Lupin (David Thewlis)
Die Schüler bekommen mit Professor Lupin einen neuen Lehrer im Fach „Verteidigung gegen die dunklen Künste“. Er ist ein etwas nachlässig gekleideter, kränkelnder Lehrer, der aber fantastischen Unterricht gibt. Er hat einen besonders guten Draht zu Harry, weil er seine Eltern gekannt und sehr gemocht hat. Wegen der drohenden Gefahr für Harry unterrichtet er ihn sogar privat in fortgeschrittener Magie.
David Thewlis hat schon in mehreren Filmen Außenseiter gespielt. Im Harry-Potter-Film gelingt ihm der Spagat zwischen Sonderling und Sympathieträger.

Professorin Trelawney (Emma Thompson)
Sibyll Trelawney ist Professorin für Wahrsagekunst. Sie wähnt sich immer irgendwie in höheren Sphären, einige Schüler empfinden sie daher als ein wenig neben der Spur. Da sie sich zu sehr mit der Zukunft beschäftigt, hapert es bei der Bewältigung der Gegenwart. Während sie in der Buchvorlage eher nervig rüberkommt, ist die Figur im Film viel lustiger angelegt. Emma Thompson ist eine Vollblutschauspielerin, die auch schriftstellerisches Talent hat. Ihr wurden sowohl für ihre Schauspielkunst, als auch für ihr Drehbuch zu „Sinn und Sinnlichkeit“ (1996) Oscars verliehen. Auch wenn sie im Film und auf der Bühne viele ernste Rollen gespielt hat, ist vor allem ihr komödiantisches Talent legendär. Sie hat sich bis vor Kurzem eine paar Jahre lang zurückgezogen und eine Babypause eingelegt. Ihre Tochter ist mittlerweile vier Jahre alt, so dass sie wieder kleinere Rollen annehmen kann und an weiteren Drehbüchern schreibt.

Albus Dumbledore (Michael Gambon)
Die Rolle des Schuldirektors Dumbledore war schon in den ersten beiden Filmen besetzt. Leider ist der Schauspieler Richard Harris aber nach schwerer Krankheit verstorben, so dass eine Neubesetzung erfolgen musste. Michael Gambon ist kein Kinostar, aber auf der Bühne ist er in Großbritannien ein ungekrönter König. Für Insider gehört er zu den besten Mimen, die das Vereinigte Königreich zu bieten hat. Dabei stammt er aus Dublin. Er ist wie Richard Harris also irischer Abstammung. Als Tribut an den verstorbenen Kollegen spricht er im britischen Original den Dumbledore mit irischem Akzent. Ansonsten hat er sich die Rolle aber zu eigen gemacht.

Sirius Black (Gary Oldman)
Der Schatten von Sirius Black hat sich wie ein dunkler Mantel über die Zauberschule Hogwarts gelegt. Wegen ihm werden die Eingänge von Dementoren bewacht, schrecklichen, gespenstischen Geschöpfen, die alles Glück und alle Freude aus den Menschen heraussaugen. In ihrer Nähe erstarrt und erkaltet alles. Black war zwölf Jahre lang im Gefängnis Askaban inhaftiert, das von diesen Dementoren bewacht wird. Entsprechend ungesund sieht er aus, zudem ist sein Gesicht von seiner Mordlust gezeichnet. Da Black ein Zauberer von außergewöhnlichen Fähigkeiten ist, wird Harry keine leichte Aufgabe haben...
Gary Oldman ist bekannt für zwiespältige Rollen. Meist spielt er Charaktere, die sich am Rande der psychischen Normalität bewegen. Er ist derart begabt, mit verschiedenen Akzenten zu sprechen, dass er sich bisher noch keinmal wiederholen musste. Auch äußerlich ist er für seine Wandlungsfähigkeit berühmt.

Alfonso Cuarón (Regie)
Als dem Mexikaner Cuarón die Regie für den Film angeboten wurde, kannte er weder die Bücher noch die beiden Verfilmungen. Da er aber bereits zwei erfolgreiche Filme über das Erwachsenwerden gedreht hatte, nahm er sehr schnell an. Seitdem ist er natürlich bekennender Harry-Potter-Fan. Chris Columbus, der bei den beiden ersten Verfilmungen Regie führte, ist diesmal „nur“ als Produzent mit von der Partie, weil er mehr Zeit mit seinen Kindern verbringen wollte. Chris Columbus große Stärke sind Kinderfilme, wie die Klassiker „Kevin allein zu Haus“, „Caspar“ oder „Mrs. Doubtfire“.


Während die beiden ersten Verfilmungen zum großen Teil bewegte Illustrationen der Buchvorlagen waren, haben der Drehbuchautor Steve Kloves und Cuarón diesmal tiefe Einschnitte vornehmen müssen. Das dritte Buch ist noch umfangreicher als die beiden ersten, so dass empfindliche Kürzungen anstanden. Es entfällt der Konflikt um Harrys neuen Besen „Feuerblitz“, der eine große Belastung für die Freundschaft zwischen Harry und Hermine heraufbeschwört. Das zweite Quidditch-Match ist ersatzlos gestrichen, wie auch die gemeinsame Weihnacht der drei Freunde in Hogwarts. Der Schulalltag und die pubertären Konflikte haben im Film einen geringeren Stellenwert. Im dritten Buch erlebt Harry das erste Mal dieses komische Kribbeln im Bauch, das sich bei beginnender Verliebtheit einstellt. Auch diese Szene ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Das ist sehr schade, weil das erste Kribbeln ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden ist. (Dafür werden wir hoffentlich bei der Verfilmung des vierten Buches entschädigt). Dann wurden einige Szenen aus dem Buch sehr gestrafft und zusammengefasst, zum Beispiel die, in denen Harry zufällig Gespräche belauscht.


Trotz allem war Zeit und Raum für eigene Ideen und ein paar Überraschungen, die wir nicht aus den Büchern kennen. Aber die werden an dieser Stelle nicht verraten. Insgesamt ist den Filmschaffenden eine angemessene Adaption des Stoffes gelungen, die durch ihre Visualität besticht. Die zahlreichen technischen Spezialeffekte dienen nicht dem Selbstzweck, sondern sind fast unauffällig in die „Normalität“ des Alltags der Zauberwelt integriert. Kurzum, ein Film, der Lust auf mehr macht.

h.f. - red / 01. Juni 2004





 

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