| Cellulouid - Stiefkind des Monats - Oktober 2005
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Das Todesduell der Ninja
(Ultimate Ninja) Hongkong 1986, Regie: Godfrey Ho
Highlight Video (VHS)
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Das Zerfließen der ehemals als gesichert betrachteten narrativen Struktur kommt im zeitgenössischen Kino nicht unbedingt nur selten vor, sondern kann durchaus auch Sinn machen - um nämlich Wahnvorstellung, Kontrollverlust, Drogeneinfluss oder ähnliche Zustände des Geistes respektive Empfindungen in adäquate Bilder zu gießen. Zwecks Vermeidung ansonsten wohl drohenden Gehirnhautkrebses ist mir persönlich eine bodenständige Geradlinigkeit zwar willkommener als beispielsweise das Wirken eines Nicholas Roeg oder auch David Lynch, aber das ist natürlich Ansichtssache. Denn selbst der eher auf meiner intellektuellen Ebene agierende italienische Schmuddelregisseur Lucio Fulci wollte laut eigener Aussage mal das Ultimative drehen, was seiner Lesart nach gleichbedeutend war mit einem Streifen bar der Logik und frei von erkennbarer Handlung. Dass ihm das dann unbeabsichtigt gleich mehrfach und jedes Mal recht gründlich gelang, sei hier nur am Rande vermerkt. Im Gegensatz zu der nun abzuhandelnden Arbeit des Godfrey Ho, welcher meinen Informationen zufolge wenigstens einen Teil der berüchtigten „Men Behind The Sun“-Reihe fabrizierte, in der chinesische Kriegsgefangene reichlich schikanös behandelt werden und unter anderem in dubiosen Druckkammern ihres Gedärmes verlustig gehen, ist „Die Geisterstadt der Zombies“ allerdings eine Blaupause an inhaltlicher Nachvollziehbarkeit gewesen.
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Ja, das Geschehen…Trotz bemühter Inaugenscheinnahme ist mir die hinreichend plausible Berichterstattung eines solchen schlichtweg unmöglich. Zugegebenermaßen geht es tatsächlich um Ninjakämpfer und wohl auch ein Todesduell - bei der Vielzahl der sich beinahe so stetig wie massiv Prügelnden sind dessen Teilnehmer aber nicht ohne weiteres konkretisierbar. Bemerkenswert ist immerhin, dass ausnahmslos alle anzutreffenden Charaktere selbst in hiesigen Breitengraden durch das engmaschig geknüpfte Netz des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch schlüpfen würden und die Asiaten besonders in den nächtlich gefilmten Szenen aussehen wie die Neger, im Ergebnis also nicht zu unterscheiden sind. Und über allem thront ein Bierfilz namens Drehbuch, welches es beinahe schon meisterhaft versteht, die ohnehin kaum deutbaren Erzählstränge gerade nicht zusammenzuführen. Als einziger Bezugspunkt dient dem Zuschauer nur der mutmaßliche Exilbrite Bruce Baron, der den wahrscheinlich denkwürdigsten Auftritt seiner Karriere in Tsui Harks pechschwarzem Großstadtdschungelalptraum „Söldner kennen keine Gnade“ hatte und nicht zuletzt deshalb ungefähr bis Mitte der Achtziger Jahre in fernöstlichen Produktionen den Inbegriff der meist fiesen Kolonialratte verkörperte. Aber hiervon wird möglicherweise eine andere Geschichte künden - so es die schwer gezeichneten Sinnesorgane denn eines Tages zulassen wollen.
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Daniel Dohmel, 14. Oktober 2005 ID 2069
Das Todesduell der Ninja
ULTIMATE NINJA (Orginaltitel),
L (Land) Hongkong,
J (Jahr) 1986,
Actionfilm, Eastern,
P (Produktionsfirma) Godfrey Ho Prod.,
VA (Video-Anbieter) Highlight,
Länge: 90 Minuten, FSK: , Erstaufführung: 22.12.1986 Video
R (Regie) Godfrey Ho,
D (Darsteller) Bruce Baron, Stuart Smith u.a.
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