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Patrick Wildens jour fixe



Sehr geehrter Herr Gottsbscheißerle,

mit diesem Fax möchte ich beantragen, mich selbst ständig zu machen. Das impliziert freilich, daß ich bis her unselbst ständig gewesen sei, was den Tat Sachen entspricht. Dar um ist der Schritt in die selbst Ständigkeit für mich auch ein großer. Bis lang habe ich mein Leben mit Träumen vertrödelt, mit ungelenken Gedanken, die man nicht ein Mal auf den Seiten eines Buches drucken könnte. Das wäre ja immer hin auch eine Möglichkeit gewesen, mich selbst ständig zu machen. Nichts desto weniger möchte ich mir diese Alter-Native offen halten.
Mein Antrag in des betrifft die Gründung meiner Existenz. Ich möchte her aus stehen vor den Anderen, wie es das Wort ja verheißt, ich möchte besser sein als sie, dar um beantrage ich neben dem selbst Stand auch die Existenz. Diese zu beantragen, analog der Beantragung der selbst Ständigkeit, bedeutet ja gerade zu, ein zweites Mal geboren zu werden. Ich darf neben bei bemerken, daß ich mich auf diesen um Stand sehr wohl freue. All die Anderen, die Jahr aus Jahr ein in einem unmittelbaren ab Hängigkeits Verhältnis gegen über ihrem Chef stehen, werden nie Mals die Chance haben, sich selbst, ihre Existenz, ständig neu zu erfinden. Sie sehen, Herr Gottsbscheißerle, meine Motivation ist nicht nur vor Handen, sie ist nach gerade ex istentiell.
Nun zu meinen Plänen, meinen nach Forschungen und Sicherheiten. Keine Existenz Gründung kann ohne die Erforschung des Marktes aus kommen. Diese wiederum setzt die genaue Kenntnis dar über vor aus, wie die eigene Existenz denn nun geartet sein solle. Mit anderen Worten: was beabsichtige ich zu sein? Was beabsichtige ich zu tun?
Ich möchte nun zu aller erst ständig ich selbst sein, das ist wohl die her vor ragendste ab Sicht meines Antrages. Aber kann ich da mit vor Anderen her aus stehen? Nein, nicht da mit allein, daß ich mich selbst ständig mache, d.h. neu erfinde. Ich muß auch Anderes tun, um meine Existenz nicht zu gefährden. Ich möchte Dienst leisten, aber eben nicht beim Heer oder in der Amts Stube, ich möchte Anderen da bei zur Hand gehen, daß sie sie selbst werden, daß sie sich selbst ständig machen und neu erfinden. Ich werde ihnen da bei behilflich sein, eine Existenz auf zu bauen, d.h. vor Anderen her aus zu stehen. Denn nur so, mit Existenz und der tief empfundenen Wonne, selbst ständig (und eben nicht ein geschränkt) zu sein, läßt sich das Leben leben.
Ich habe mich erkundigt, Herr Gottsbscheißerle: dieser Markt ist noch nicht oder doch nur von einigen Regen Schirm Händlern um kämpft, die sich um jene kümmern, die das Schicksal hat im Regen stehen lassen. Zu jenen zu gehören, steht bei mir nicht zu befürchten, da ich als selbst Ständiger auch unter einem Schirm zu stehen wissen werde – die einzige Sache, vor der ich nicht her aus stehen möchte.
Ich habe Ihnen diesen Antrag per Fax zu gesandt, da mit er unbürokratisch und schnell genehmigt werden kann. Ich würde mich dar über freuen, wenn Sie ihn in diesem Sinne positiv bescheiden würden.
Mit freundlichen Grüßen
Sehr geehrter Herr Gottsbscheißerle,

mit diesem Fax möchte ich beantragen, mich selbst ständig zu machen. Das impliziert freilich, daß ich bis her unselbst ständig gewesen sei, was den Tat Sachen entspricht. Dar um ist der Schritt in die selbst Ständigkeit für mich auch ein großer. Bis lang habe ich mein Leben mit Träumen vertrödelt, mit ungelenken Gedanken, die man nicht ein Mal auf den Seiten eines Buches drucken könnte. Das wäre ja immer hin auch eine Möglichkeit gewesen, mich selbst ständig zu machen. Nichts desto weniger möchte ich mir diese Alter-Native offen halten.
Mein Antrag in des betrifft die Gründung meiner Existenz. Ich möchte her aus stehen vor den Anderen, wie es das Wort ja verheißt, ich möchte besser sein als sie, dar um beantrage ich neben dem selbst Stand auch die Existenz. Diese zu beantragen, analog der Beantragung der selbst Ständigkeit, bedeutet ja gerade zu, ein zweites Mal geboren zu werden. Ich darf neben bei bemerken, daß ich mich auf diesen um Stand sehr wohl freue. All die Anderen, die Jahr aus Jahr ein in einem unmittelbaren ab Hängigkeits Verhältnis gegen über ihrem Chef stehen, werden nie Mals die Chance haben, sich selbst, ihre Existenz, ständig neu zu erfinden. Sie sehen, Herr Gottsbscheißerle, meine Motivation ist nicht nur vor Handen, sie ist nach gerade ex istentiell.
Nun zu meinen Plänen, meinen nach Forschungen und Sicherheiten. Keine Existenz Gründung kann ohne die Erforschung des Marktes aus kommen. Diese wiederum setzt die genaue Kenntnis dar über vor aus, wie die eigene Existenz denn nun geartet sein solle. Mit anderen Worten: was beabsichtige ich zu sein? Was beabsichtige ich zu tun?
Ich möchte nun zu aller erst ständig ich selbst sein, das ist wohl die her vor ragendste ab Sicht meines Antrages. Aber kann ich da mit vor Anderen her aus stehen? Nein, nicht da mit allein, daß ich mich selbst ständig mache, d.h. neu erfinde. Ich muß auch Anderes tun, um meine Existenz nicht zu gefährden. Ich möchte Dienst leisten, aber eben nicht beim Heer oder in der Amts Stube, ich möchte Anderen da bei zur Hand gehen, daß sie sie selbst werden, daß sie sich selbst ständig machen und neu erfinden. Ich werde ihnen da bei behilflich sein, eine Existenz auf zu bauen, d.h. vor Anderen her aus zu stehen. Denn nur so, mit Existenz und der tief empfundenen Wonne, selbst ständig (und eben nicht ein geschränkt) zu sein, läßt sich das Leben leben.
Ich habe mich erkundigt, Herr Gottsbscheißerle: dieser Markt ist noch nicht oder doch nur von einigen Regen Schirm Händlern um kämpft, die sich um jene kümmern, die das Schicksal hat im Regen stehen lassen. Zu jenen zu gehören, steht bei mir nicht zu befürchten, da ich als selbst Ständiger auch unter einem Schirm zu stehen wissen werde – die einzige Sache, vor der ich nicht her aus stehen möchte.
Ich habe Ihnen diesen Antrag per Fax zu gesandt, da mit er unbürokratisch und schnell genehmigt werden kann. Ich würde mich dar über freuen, wenn Sie ihn in diesem Sinne positiv bescheiden würden.
Mit freundlichen Grüßen


Patrick Wilden, 19. August 2004
ID 1199




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