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BILL VIOLA
Aktuell: "Five Angels for the Millennium" || Bill Viola - Biographie

Inhalt dieser Seite:
Einführung zu Bill Viola || Bill Violas Kunst || Violas Medium: Video || Der Zeitbegriff in Violas Kunst || Bill Viola und das Wasser-Motiv || Bill Violas Bildsprache

Videokunst - allgemein

(Vgl.: Gerda Lampalzer, „Videokunst“, S. 11 ff., S. 65 ff, S. 74 ff.,
und Rolf Lauter (Hg.), „Bill Viola – Europäische Einsichten“, S. 36-42)


Seit ca. 35 Jahren gibt es eine Kunstrichtung, die den Schwerpunkt ihrer Auseinandersetzung auf den Bereich der elektronischen Medien legt. Sie hat sich von einem anfänglichen rebellischen Außenseiter zu einer wahrnehmbaren Größe in einer nunmehr breit gefächerten Medienlandschaft entwickelt.

Mitte der 60er Jahre kam die erste tragbare Videokamera auf den Markt und sofort begannen Künstler wie Nam June Paik und zu Beginn der 70er Jahre auch Bill Viola mit dem Medium zu arbeiten. Heute ist das Videokunstwerk aus Ausstellungen kaum mehr wegzudenken. So zeigten auch auf der documenta XI, 2002 zahlreiche internationale Künstler Videoarbeiten.

Erste große Aufmerksamkeit der Kunstszene bekam das Medium Video mit der documenta VI, 1977, bei der auch Bill Viola mit einem Werk vertreten war. Die Eröffnungsfeier wurde von verschiedenen Video-Künstlern gestaltet und live im Fernsehen übertragen.
Bereits drei Jahre zuvor fand im Kölner Kunstverein mit „Projekt 74“ die erste europäische Schau von Videoarbeiten statt – eine Sensation!

In der Anfangsphase hatten die Videoarbeiten experimentellen Charakter, zunächst ging es darum, die technischen Möglichkeiten auszuloten. Erstmals war es möglich, Bild und Ton synchron aufzunehmen, die Gleichzeitigkeit von Aufnahme und Wiedergabe war möglich geworden; so konnte der Künstler selbst zum Objekt der Kamera werden. Außerdem eröffneten sich Möglichkeiten, das Videobild mit Hilfe von Grafikcomputern und Synthesizern technisch zu verändern und so ganz neue Effekte zu erzielen.

Die völlig neuen technischen Eigenschaften des Mediums erforderten auch eine Neubestimmung der Kunst auf theoretischer Ebene. Kunst war nicht mehr nur individueller Ausdruck, sondern wurde in einer vom Kommunikationsbegriff geprägten Gesellschaft als Vermittlungsinstrument erkannt. Der Museumsbesucher und die Situation, in der er das Werk betrachtet, wurde zunehmend wichtiger.
Auch Bill Viola entdeckte das Video für sich als optimales künstlerisches Ausdrucksmittel und arbeitete von Anfang an mit dem Ton als ein zentrales Ausdrucksmittel und integrierte die Zerdehnung der Zeit in der Zeitlupe als Stilmittel in sein Werk.

Ein Problem der Videokunst lag zu Beginn in der Vermittlung. Zwar gab es Versuche, die neue Kunstform über das Massenmedium Fernsehen einem größeren Publikum zugänglich zu machen, diese Form der Vermittlung hat sich aber - gerade mit der wachsenden Bedeutung von Einschaltquoten und „Aktualitätszwang“ - nicht durchgesetzt. Außerdem musste sich Videokunst gegen die Vorurteile gegen Technik in der Kunst durchsetzen.
Auch der klassische Originalitätsbegriff wurde erstmals außer Kraft gesetzt, denn ein einmal entstandenes Videoband kann beliebig vervielfältigt werden. Das bereitete zunächst Schwierigkeiten im kommerziellen Kunstbetrieb.

Als Kunstform anerkannt wurde Video erst, als Künstler das Videobild zum Teil dreidimensionaler Installationen machten. Auch mit den Großbildprojektionen, die den Betrachter wie beim Film zwischen Lichtquelle und Projektionsfläche setzt, gewann das Bild Tiefe und wurde für die Ausstellung im Museum interessant.

Einführung zu Bill Viola

(aus: Pressemeldung zur Sonderausstellung Bill Viola- 25 years Survey Exhibition)

Der Amerikaner Bill Viola (geboren 1951) ist einer der wichtigsten Künstler unserer Zeit. Er hat seit den frühen siebziger Jahren eine große Zahl von Video-Installationen und Videotapes geschaffen.

Violas Arbeiten werden in Museen und Ausstellungen weltweit gezeigt. Viola gilt international als Pionier der Videokunst und hat das Medium Video zu einem wichtigen Bestandteil der modernen Gegenwartskunst gemacht.

Mit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit konzentrierte sich Violas bildnerisches Denken auf die subjektive Wahrnehmung der äußeren wie der inneren Welt des Menschen, auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur, Mensch und Kultur, Mensch und Zivilisation sowie Leben und Tod.

Mit den Mitteln des Mediums Video hat Viola eine komplexe metaphorische Sprache entwickelt, mit der er die Strukturen des Seins und der Existenz nachzeichnet und sie uns bewusst machen möchte.

Er war einer der ersten Künstler, die ausschließlich Video als künstlerisches Medium einsetzte und mit diesem die Kategorie der „Zeit“ als eine relative Größe deutlich machte. Durch extrem verlangsamte Bildfolgen verlängert er Situationen des Alltags, um dem Betrachter ein anderes Zeit- und Wirklichkeitsgefühl zu vermitteln und für ihn das komplexe Verhältnis von Raum und Zeit erfahrbar zu machen. Viele andere Künstler und auch die Filmindustrie haben Violas Innovationen und Wissen über die experimentelle Videokunst aufgegriffen. Ihm ist es gelungen, mit der Videotechnik die Grenzen des Mediums zu sprengen und sich seiner technoiden Grundstruktur zu entledigen.

Violas Kunstwerke beziehen ihre reflexive Kraft vor allem aus den Ideen des islamischen Sufismus und des Zen-Buddhismus.

Bill Violas Kunst

(Vgl.: Rolf Lauter (Hg.) „Bill Viola – Europäische Einsichten“, S. 6 ff)

Der Künstler Bill Viola erforscht das Selbst und den Quell des Daseins.
Gerade weil die Video-Klang-Installationen Bill Violas eine sehr unmittelbare Nähe zum Betrachter herstellen, ist die Sichtweise und gedankliche Reflexion sowie emotionale Betroffenheit sehr individuell.

Jedes Kunstwerk ist die Summe all seiner menschenmöglichen Interpretationen und so zeigt auch Bill Violas Installation in dem nahezu einmaligen Raum des Gasometers, dass es nie eine objektive Auslegung der Werke Viola geben kann.

Bei den Werken Violas kristallisieren sich immer wieder deutlich bestimmte zentrale Themen heraus, die für den Künstler von Bedeutung sind.
In all seinen Arbeiten bezieht sich Viola selbst als ein wahrnehmendes, denkendes und fühlendes Individuum ein, um aufgrund der am eigenen Ich vorgenommenen Beobachtungen grundlegende und allgemeine Erkenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Mensch und Welt zu gewinnen.

Unsere subjektive Wahrnehmung benutzt Viola als Schlüssel zum tieferen Verständnis der phänomenalen Qualitäten natürlicher oder künstlicher Lichterscheinungen.

Sie zeigt uns die Grenzen unserer Welterfahrung, in dem Sie uns mit den komplexen Fragen der Abstraktion und Illusion konfrontiert.
Viola geht es insb. um die individuelle Erfahrung mit Sein und Welt, Raum und Zeit, Mensch und Natur, Körper und Geist, Denken und Fühlen, Leben und Tod.
Wichtig ist ihm, für all seine Installationen zudem die spirituelle Aura des Raumes, die ihn speziell im Gasometer Oberhausen begeistert hat.

Für Viola ist das Medium Video ein geeignetes Mittel um bestimmte Inhalte auszudrücken. Es geht ihm darum, uns auf emotionale gedanklich-reflexive Weise in seine Bildwelten zu verstricken.

Violas Medium: Video

(Vgl.: Rolf Lauter (Hg.), „Bill Viola – Europäische Einsichten“)

Bill Viola wendet sich dem Medium Video zu, als die erste tragbare Videokamera gerade erst auf den Markt kam und Pioniere wie Nam June Paik begannen, mit Video künstlerisch zu arbeiten. Er sah die Möglichkeit als filmender Künstler, die ineinander verflochtenen Bereiche der subjektiven und objektiven Wahrnehmung parallel auszudrücken.
Seine Aufgabe als Künstler sieht er in der Erkenntnissuche. Die heutige Zeit erfordert es seiner Meinung nach, der Gesellschaft die generellen Fragen des menschlichen Daseins wieder näher zu bringen.

Die Bewegung der Szenen in Super-Slowmotion fordert die erhöhte Konzentration des Betrachters. Man erkennt kleinste Details (Blasen), eigentlich Unwichtiges bekommt Bedeutung, Bewegung kreiert Bilder.

Viola ist Entdecker der Langsamkeit. Die Bewegung scheint in der zeitlupenhaften Verdichtung eine besondere, tiefere Bedeutung zu erhalten.

Der Zeitbegriff in Violas Kunst

(Vgl.: Kunstband Rolf Lauter (Hg.), „Bill Viola – Europäische Einsichten“)

Ein konstantes Leitmotiv in der künstlerischen Arbeit von Bill Viola ist das Verhältnis von Raum und Körper und die Veränderung ihrer Wahrnehmung durch das Phänomen Zeit.
Zeit wird in Violas Arbeiten als eine subjektive Erlebniskategorie spürbar gemacht. Das radikale Zerdehnen zeitlicher Abläufe gehört zum festen Repertoire seiner Kunst und ist nahezu typisches Erkennungszeichen seiner künstlerischen Methoden.

Mit einer speziellen Hochgeschwindigkeitskamera, die 300 Bilder pro Sekunde aufzeichnen kann, macht er Details deutlich, die mit der normalen Videokamera nicht aufzuzeichnen sind. Er spielt die Videos dann mit der normalen Bildanzahl – wie man sie vom Fernsehschirm kennt – also 25 Bilder pro Sekunde ab. Dadurch wird eine Szene, die sich in Realzeit in 45 Sekunden abspielt, auf eine Länge von 10 Minuten Video gedehnt. Dem Betrachter wird damit ein ganz neuer Blick auf scheinbar bekannte Szenen gewährt.

Im Medienzeitalter, wo schnelle Schnitte und Wechsel der Kameraperspektive Fernsehsendungen ein modernes Outfit geben, macht Viola mit neuester Kameratechnik das genaue Gegenteil. Er zeigt Videos, bei denen man erst auf den zweiten Blick die Bewegung wahrnimmt und zwingt uns, Prozesse genau zu betrachten. Gerade bei seiner Serie „Passions“, die Bildmotive der Renaissance aufgreift, spielt dieses Stilmittel eine große Rolle.
Sein Schaffen ist dabei nicht losgelöst von Vorbildern, neben den Einflüssen aus buddhistischer Religion und traditioneller japanischer Kunst bezieht sich Viola auch auf die europäische Kunstgeschichte.

Bill Viola und das Wasser-Motiv

(Vgl.: Nicoletta Torcelli, „Video Kunst Zeit“, S. 260-262
und Rolf Lauter (Hg.), „Bill Viola – Europäische Einsichten“)


Wasser ist für Viola nicht nur eine Metapher für das Leben als Transformation, sondern ebenso für “the deep“: Für die Tiefe, die das Bewusstsein in den Schlaf führt (oder zum Schlaf verführt), zu dem Ort der abgeschotteten Innenwelt und der schwankenden Bilder.

Das Motiv „Wasser“ wird für Viola immer häufiger der zentrale Ort der Inszenierung. Eine biografische Erklärung dafür gibt der Künstler selbst: Im Alter von 8 Jahren, als er noch nicht schwimmen konnte, fiel er ins Wasser und musste von seinem Onkel gerettet werden.
„Ich sah diese wunderschöne grüne Farbe und ich sah diese Pflanzen am Boden, grüne Pflanzen, die sich etwas bewegten und einige Fische, genau wie eine Landschaft. Ich hatte keine Angst, ich war fasziniert und ich wußte nicht, dass so etwas existiert, denn ich hatte nie meinen Kopf unter Wasser gesteckt. Dann, als er mich packte, war es wie ein Schock, dass er diese Vision unterbrach. Und die Zeit, der Moment, den ich unter Wasser war – ich meine es waren wohl zwei, drei Sekunden – aber das war, oh, es war eine Ewigkeit.“
(engl. Orig.) “I saw this beautiful green colour and I saw this plants on the bottom, green plants, moving a little bit and some fish, just like landscape. I wasn´t frightend, I was fascinated and I didn´t know that it existed because I never put my head under the water. Then, when he grabbed me it was like a shock, that he interrupted this vision. And the time, at that moment I was under water – I mean it must have been like two seconds, three seconds – but it was like, oh yeah, it was endless.”
Auch in „Five angels for the Millenium“ ist Wasser ein zentrales Motiv. Menschliche Figuren durchbrechen hier in einer Explosion aus Wasserwirbeln und Licht die Wasseroberfläche. Mal taucht die Figur ins Wasser ein, mal wird sie gleichsam von unsichtbaren Kräften herausgezogen.

Viola setzt Wasser stets als Metapher ein: Als Ort des Uneindeutigen, als Ort des letztendlich Unfassbaren, von dem jedoch kein Schrecken, sondern bodenlose Faszination ausgeht.

Bill Violas Bildsprache

(Quelle: "Globale Allegorien", Friedemann Malsch. In: Alexander Pühringer "Bill Viola")

Das heutige Bild Violas in der Kunstöffentlichkeit ist bestimmt von seinen Videoinstallationen. Wesentlicher Anteil daran hatte die Ausstellung "Unseen images" (1992) in der Kunsthalle Düsseldorf, in der Installationen aus dem Jahr 1992 zu sehen waren. Seit den Anfängen seiner Arbeit hat Viola Installationen produziert, aber auch Videobänder haben für die Entwicklung seines Kunstbegriffs eine dominierende Rolle gespielt. Mit ihnen hat Viola seine ästhetischen Positionen formuliert. Viola hat seine Installationen meist in enger Verbindung zu den Bändern produziert. Es gibt zahlreiche Beispiele, in denen Bildmaterial, das sich in den komplexeren Bändern befindet und in ihnen eines mehrerer kompositorischen Elementen darstellt, in Zusammenhang einer Installation einen höheren Stellenwert erhält.

1. Viola selbst teilt sein Werk in zwei Gruppen ein. Die erste Phase 1972-75 ist der Beschäftigung mit dem Medium gewidmet.
"...ein Durchspielen der technischen Möglichkeiten, vorgegeben durch die Möglichkeiten der Videotechnik und die der menschlichen Wahrnehmung".
Auch thematisch kreisen die Bänder der ersten Phase um Fragen der Wahrnehmung und die Ambivalenz der Anwesenheit des menschlichen Körpers.

2. In der zweiten Phase ab 1975 entwickelt Viola seinen Kunstbegriff. Seit 1978 legt Viola mehr Aufmerksamkeit auf das Bildhafte und die inhaltliche Füllung seiner Bänder. Er will nicht sichtbare Prozesse sichtbar machen (wie etwa Zeit und Raum). Thematisch geht es ihm eher um die ganzheitlichen Fragen der Existenz. Verstärkt wird diese weltanschauliche Orientierung seit Violas Reisen auf die Salomon-Inseln und nach Java, wo er Dokumentaraufnahmen macht. Spätestens seit seinem Videoband „Migration“ (1976) setzt eine Phase der Neuorientierung ein. Wahrnehmungsexperimente bleiben nach wie vor ein Thema der Arbeiten, doch ist Violas Interesse an einer Ikonographie, mit der sich geistig-religiöses ausdrücken lässt, deutlich. Leben, Tod, Bewusstsein und Natur werden zu seinen Themen.

3. Die dritte Phase setzt mit dem Werk „Anthem“ (1983) ein, in der Viola seinen Bildstil gefunden hat und systematisch kodifiziert. Viola arbeitet in den Installationen, die ab diesem Zeitpunkt gehäuft entstehen, mit dem umgebenden Raum. Für das erwachte Interesse Violas an Sinn gefüllten Bildern kann „Reflecting Pool“ (1977-80, fünf unabhängig voneinander produzierte Stücke) gelten. Die Arbeiten tragen stark experimentelle Züge. Viola beschreibt sie selbst als Folge von Stationen Geburt, Tod, Wiedergeburt.

Für die Entwicklung der Symbolsprache ist besonders das Video „Rhe reflecting Pool“ aus der Serie mit gleichem Namen entscheidend: Eine fast mythische Szenerie wird gezeigt: Ein quadratisches Wasserschwimmbecken im Wald. Viola nähert sich dem Wasser, bleibt in der Bildmitte stehen. Nach ca. 1 Minute springt er plötzlich mit einem Schrei in die Luft und zieht die Beine an. Das Bild gefriert förmlich, der Körper bleibt in der Luft in Embryohaltung stehen. Durch verschiedenen Überblendungen verschwindet der Körper nach und nach, das Leben am Waldschwimmbecken geht weiter. Dann sieht man Viola aus dem Becken steigen, er verschwindet im Wald. Die Aufnahmen der Natur sind hochsymbolisch aufgeladen, Bildaufbau und Handlung wirken noch eher experimentell.

Der Kodifizierungsprozess der Bilder etabliert sich weiter in Videobändern wie "I do not know what it is I am like" 1986, in dem den Kreislauf von Leben und Tod thematisiert, oder in „The Passing“, in dem er Bildmaterial aus vier Jahren Arbeit verwendet, u.a. auch dokumentarische Aufnahmen seiner sterbenden Mutter. Grundtenor des Bandes ist die Konfrontation des Lebens mit dem Tod.

Die Symbolsprache Violas entwickelt sich in den 90er Jahren immer weiter, essentielle Motive wie Leben und Tod oder die Frage nach dem Dasein des Menschens tauchen immer wieder auf. Auch das Bild der im Wasser schwebenden menschlichen Figur, entwickelt Viola über die Jahre in mehreren Installationen weiter, so taucht dieses Bild z. B. in „The Arc of Ascent“ 1992 oder in „The Messenger“ 1996 auf.



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